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Keyword-Recherche

Keyword-Recherche ist der wichtigste Teil in jedem SEO Projekt aus zwei Gründen:

  1. Falls deine Seite für sehr hoch für falsche Keywords ranked, dann kann es passieren, dass die Keywords, die du angepeilt hast entweder keinen Traffic bekommen oder einfach die Falschen (z.B. keine Kauf-Keywords im E-Commerce bereich)
  2. Falls du die Wettbewerbsfähigkeit deiner Keywords nicht geprüft hast, dann kann es sein, dass du zu viel Zeit und Geld in ein Keyword investierst, dass du gar nicht auf der ersten Seite mit „normalen“ Mitteln ranken kannst

Diese zwei Probleme sind oft die Entscheider bei jedem SEO-Projekt darüber, ob ein Projekt gut oder schlecht läuft. In diesem Guide werde ich dir erklären, wie du genau diese Fehler vermeidest.

In diesem kurzen Guide lernst du das Folgende:

  • Was ist eigentlich ein Keyword?
  • Wie generiere ich Keywords mit dem höchsten Ertrag
  • Wie man Keywords findet, die hohen Traffic haben
  • Wie du prüfst, wie stark die Konkurrenz ist

1. Was ist eigentlich ein Keyword?

Wenn du ein SEO-Anfänger bist, dann fragst du dich bestimmt was ein Keyword eigentlich überhaupt ist.

Ein Keyword, auf deutsch auch Suchbegriff genannt, ist eigentlich nichts anderes als ein Wort, ein Satz, eine Frage für die wir, eine Webseite oder ein Unternehmen, bei Google und Bing auftauchen wollen. Dazu unterscheiden wir dann die Keywords wie folgt:

Hauptkeyword oder Überbegriffskeywords: Bestehen meistens aus nur einem oder zwei Worten, wie z.B. „Autohaus Frankfurt“ oder nur „Autohaus“.

Long-Tail-Keywords: Keywords die aus mehreren Wörtern bestehen oder ganze Sätze bilden, wie z.B. „Bestes Autohaus Nürnberg“ oder „Was ist das beste Autohaus in Berlin?“

Navigations-Keywords: Das sind Keywords, die Menschen in Google oder Bing eintippen, weil Sie entweder nach der Marke suchen oder faul sind die URL in den Browser einzugeben. Als Klassiker wären hier z.B. Facebook, YouTube, d.h. die ganzen Sozialen Netzwerke oder auch Mail-Programme wie Gmail oder Outlook

Informations-Keywords: Das sind Suchbegriffe bzw. Keywords, die benutzt werden um sich zu einem bestimmten Thema zu informieren, als Beispiel wären hier die typischen W-Fragen: „Wie kann ich….“, „Wo ist…“, „Wer ist..“, „Was ist …“

Transaktions-Keywords: Die wohl wichtigsten Suchbegriffe, auch Kommerzielle Suchbegriffe oder Keywords genannt. Dabei sucht der Nutzer z.B. nach „Uhr kaufen“ oder „T-Shirt Gutschein“. Das heißt Indikatoren, dass der Kunde einen Kauf, eine Transaktion, durchführen will.

Im Großen und Ganzen ist es so – und das ist einfach nur ein Ratschlag – sollte man sich ohne großes Budget, aber auch bei einem großen Budget, nur auf Informations- oder Transaktions-Keywords fokussieren, weil diesen einen hohen ROI versprechen und für Überbegriffe wie z.B. „Kino“ zu ranken ist fast schon unmöglich, weil da andere Faktoren wie z.B. die lokale Suche mit einbezogen werden.

2. Wie du Keywords (Suchbegriffe) generierst und herausfindest, die den höchsten ROI für dich haben

Die Ziele, die ein Konzern wie 1und1.de oder eine Webseite wie chip.de verfolgen, sind was SEO betrifft oft etwas ganz anders, als die eines Handwerkers oder lokalen Anbieters. Während die oben genannten Seiten für Gott und die Welt gefunden werden (wollen) und eigentlich „Branding“ betreiben, so ist es meistens für den lokalen Dienstleister nicht ratsam, Keywords für alles mögliche rauszusuchen.

Dieser sollte sich auf seine Dienstleistung, sein Produkt sowie seinen Ort fokussieren. Den Relevanz ist EXTREM wichtig für spezialisierte Webseiten. Google wird sich wundern wenn ein Handwerker, der Sanitärleistungen anbietet auch plötzlich über das Verkaufen von Autos schreibt. Das führt meistens zu einem schlechteren allgemein Ranking, weil die Relevanz der Webseite nicht gegeben ist.

Neben wir das Beispiel des Handwerkers. Um nun herauszufinden, für welche Suchbegriffe man gerne auftauchen würde, stellt man sich einfach die Frage, was verkaufe ich und wie suchen die Menschen danach?

Und die wichtigste Frage ist auch: Welches sind die RELEVANTESTEN Suchbegriffe für mich?

Wenn ich Handwerker bin, der Sanitär-Dienstleistungen anbietet z.B. sein

  • Sanitär Firma
  • Sanitär Dienst
  • Sanitär Notfalldienst
  • Sanitär „hierdeineStadteinfügen“

Keywords die weniger Relevant sind, z.B.

  • Wie renoviere ich mein Bad selbst wenn ich kein Geld habe (das ist ein Kunde, der kein Geld hat, warum sollte ich dafür ranken wollen)
  • Fliesen online bestellen (wenn ich keinen Online-Shop habe, ist das nicht relevant)

Aber um die ganze Arbeit einfacher zu machen, so empfehle ich immer einfach dazu, dass man einfach seine Konkurrenz ausspioniert. So spart man sich selbst eigentlich die Arbeit.

Grundsätzlich gibt es viele Tools, die man benutzen kann. Ich persönlich benutze z.B. SERanking für sämtliche SEO arbeiten. Der Grund ist das ganz einfach: SERanking hat weltweit das beste Preis/Leistungsverhältnis aller SEO-Tools. Und ich habe so ziemlich alle getestet.

Dazu ist es so, dass wenn ein Kunde auch In-House-Seo-Maßnahmen durchführen will und nicht nur auf einen externen Dienstleister angewiesen sein möchte, so ist er SERanking schon von unserem Kundenmenü gewohnt und zu geringen Kosten die Arbeit selbst weiterführen.

Ansonsten das beste kostenlose Tool, das ich empfehlen kann ist seorch.com. Einfach die Webadresse/URL des Konkurrenten eingeben und man bekommt eine grobe Zusammenfassung über die SEO Maßnahmen sowie die Keyword-Dichte der einzelnen Suchbegriffe. So finden wir heraus, für welche Keywords unser Konkurrent bei Google oder Bing auftauchen möchte.

3. Wie findet man Keywords, die auch Traffic zu meiner Seite schicken?

Jetzt kommen wir zu einem Hauptproblem: Nur weil man nun seine Suchbegriffe hat, für die die Konkurrenz oder man selbst gerne auftauchen möchte, so macht es in der Regel keinen Sinn SEO für Suchbegriffe zu verwenden, nach denen kein Mensch sucht.

Ob Menschen danach suchen hängt im Großen und Ganzen von zwei Faktoren ab: Ist deine Dienstleistung oder Produkt bekannt und wird danach gesucht? Und zweitens: Ist der Einzugsradius Groß genug, als dass sich SEO lohnt?

Nehmen wir als Beispiel einen Webdesigner, der für ein Dorf wie z.B. Meßkirch im Süden Baden-Württembergs ranken will. Die Suchanfragen nach Webdesign oder Webdesign Meßkirch sind so gering, da wäre es sinnvoller sich eine Liste mit den lokalen Unternehmern auszudrucken und diese an einem Nachmittag durchzutelefonieren.

Auch wenn die Dienstleistung „Webdesign“ grundsätzlich nachgefragt wird, so ist die lokale Nachfrage so gering, dass es keinen Sinn macht, sein SEO-Budget dafür zu verwenden.

Google gibt in den letzten Jahren aber auch keine Daten mehr selbst raus und anonymisiert den Traffic bzw. die Suchbegriffe, nach denen gesucht worden ist.

Die einzige Möglichkeit an Traffic-Zahlen zu kommen ist es, entweder einen Google Ads Account anzulegen und den Keyword-Planner zu benutzen. Dieser ist aber ohne ausreichende Budget-Nutzung nicht zuverlässig. Er zeigt Werte wie z.B. 100-1000 Suchanfragen pro Monat an, oder 10.000-100.000 was ein riesiger Unterschied ist.

Keyword-Traffic-Recherche über Drittanbieter

Deshalb gibt es Tools, die mit Google verbunden sind und diese Daten auslesen, sog. Drittanbieter. Die wohl bekanntesten sind Tools wie

  • Ahrefs
  • Semrush
  • Xovi
  • Sistrix
  • Moz
  • Kwfinder
  • Seranking
  • und viele weitere….

Bis auf Ahrefs bieten eigentlich alle SEO-Tools in irgend einer Form eine 14-tägige Testphase an, was neuen Webmastern ausreichen sollte, um die wichtigsten Suchbegriffe zu finden.

Im folgenden Abschnitt zeige ich das am Beispiel von SERanking

4. Wie man herausfindet, wie stark der Wettbewerb um einen Suchbegriff (Keyword) ist

Zunächst könnte man einfach den Suchbegriff suchen und sich die Konkurrenz anschauen. Wer rankt oben? Sie schauen die Inhalte aus? Wie gut sind die Seiten? ect. Das gibt meistens einen ersten, kurzen Überblick.

Manche altmodischen SEOs empfehlen dann noch, nach der Anzahl der Ergebnisse zu schauen. Das ist aber völlig egal, wie viele Ergebnisse gelistet sind, das zeigt nur, dass viele URLs zu einem bestimmten Suchbegriff auftauchen. Es könnten nur eine handvoll Seiten auftauchen, wenn diese aber alle besser und stärker optimierst sind, als es deine sein würde, dann lohnt sich das nicht.

Im Großen und Ganzen sind die einzige verlässlichen Quellen die „Scores“ also die Zahlen von Drittanbietern.

Tools wie Ahrefs, Kwfinder und SERanking nehmen die Anzahl der Backlinks und schauen sich die Texte auf den Landeseiten an und berechnen dann nach einem selbst-erstellten Algorithmus die Schwierigkeit eines Ranking-Erfolgs. Diese Werte sind auch nicht zu 100% verlässlich, geben aber einen guten Überblick darüber, ob es schwierig oder einfach wird.

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Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe, dass dir dieser Inhalt geholfen hat. Mein Name ist Artur Burghardt, Gründer der Agentur Qlando – “Deine digitale Feuerwehr”. Bei Fragen, Tipps & Anregungen einfach eine E-Mail an artur@qlando.de schreiben. Ich freue mich immer darüber, mich mit anderen über Themen wie Marketing, Vertrieb & Business auszutauschen.