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Mobile First

Was ist eine Mobile-First-Strategie?
Der Begriff “Mobile-First-Strategie” bezieht sich auf einen Ansatz zur Entwicklung von Webseiten, bei dem der mobilfähigen Version der Webseite Vorrang vor der Desktop-Version gegeben wird.

Unternehmen priorisieren zunehmend die mobilen Versionen ihrer Webseiten, aufgrund der wachsenden Beliebtheit des telefonbasierten Internetsurfens und des Online-Shoppings unter den Verbrauchern.

SCHLÜSSELTHEMEN
Eine Mobile-First-Strategie ist eine Strategie, bei der der mobilen Version einer Webseite Vorrang vor der Desktop-Version gegeben wird.
Diese Praxis war in der Vergangenheit relativ selten, ist aber zunehmend üblich geworden.
In Zukunft werden Mobile-First-Strategien wahrscheinlich zur Norm werden, was zum Teil auf die Entscheidung der großen Suchmaschinen zurückzuführen ist, die mobilen Versionen von Websites zu priorisieren.
Wie Mobile-First-Strategien funktionieren
Wenn ein Unternehmen eine Mobile-First-Strategie verfolgt, wird es zuerst eine mobilfähige Version seiner Website veröffentlichen, bevor es viel Zeit und Ressourcen in die Entwicklung einer Desktop-Version investiert. Oftmals wird neben der mobilen Version auch eine rudimentäre Desktop-Website veröffentlicht, die jedoch nur aus einer Landingpage besteht, die zu einer mobilen Anwendung oder zu grundlegenden Informationen wie einer Seite mit häufig gestellten Fragen (FAQ) verlinkt.

Es gibt mehrere grundlegende Faktoren, die die Popularität von Mobile-First-Strategien vorantreiben. Zunächst einmal ist der Anteil des Web-Traffics, der auf Smartphones im Vergleich zu Desktop-Computern entfällt, im Laufe der Zeit stetig gewachsen. Laut den Daten von Statcounter wurde der mobile Browser zur häufigsten Methode des Internetsurfens weltweit und stieg bis Dezember 2019 auf 54% des gesamten Surfens. Im Mai 2020 kehrte sich die Präferenz um, wahrscheinlich aufgrund von Veränderungen im Lebensstil aufgrund der Pandemie. Im Januar 2021 war das mobile Browsing mit jeweils 48 % im Wesentlichen gleichauf mit dem Desktop-Browsing.1 Für das Jahr 2018 schätzte Perficient Digital, dass fast 60 % des gesamten US-Webtraffics von mobilen Browsern stammten.2

Ein weiterer wichtiger Faktor, der Unternehmen dazu ermutigt, eine Mobile-First-Strategie zu verfolgen, sind die zusätzlichen Daten und Funktionen, die mobile Websites bieten können. Da Smartphones nun typischerweise Touchscreen-Oberflächen nutzen, ist es für Besitzer von mobilfähigen Websites möglich, detaillierte User Experience (UX) Daten zu erhalten, die genau zeigen, wie der Nutzer physisch auf die Seite geklickt oder durch sie gescrollt hat. In einigen Fällen können Webseitenbetreiber sogar Daten über die Augenbewegungen des Nutzers erhalten, die mit der Frontkamera des Telefons ermittelt wurden.

Obwohl diese fortschrittlichen Metriken für Nutzerdaten relativ selten sind, sind andere Arten von reichhaltigen Nutzerdaten recht häufig. Ein Beispiel dafür ist das Location Tracking, bei dem die GPS-Koordinaten des Telefons automatisch an den Website-Anbieter weitergegeben werden. Diese Art von Informationen kann für zukünftige Marketingkampagnen oder für die Planung von Geschäftsentwicklungen, wie die Eröffnung neuer Einzelhandelsgeschäfte oder Vertriebslager, hilfreich sein.

Beispiel für eine Mobile-First-Strategie in der Realität
Doch der vielleicht wichtigste Faktor, der die Einführung von Mobile-First-Strategien vorantreibt, ist die sogenannte “Mobile-First-Indexing”-Strategie von Alphabet (GOOG). Diese Entscheidung, die im Juli 2019 in die Praxis umgesetzt wurde, stellt klar, dass der Suchalgorithmus des Unternehmens in Zukunft den mobilen Versionen von Websites bei der ersten Indexierung einer neuen Website Vorrang einräumen wird.3

In der Praxis bedeutet dies, dass neue Websites, die ohne eine Mobile-First-Strategie entwickelt werden, wahrscheinlich unterdurchschnittliche Ergebnisse bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) erzielen werden. In Anbetracht des enormen Einflusses, den Alphabet im globalen Suchmaschinen-Ökosystem genießt, scheint es wahrscheinlich, dass Mobile-First-Strategien als Best Practice für die meisten, wenn nicht sogar für alle neuen Website-Entwicklungsprojekte in der Zukunft angenommen werden.

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